Ich bin ein großer Jäger, ich jage wilde Vögel, Opernlibretti und schöne Frauen.


Giacomo Puccini


Giacomo Puccini vor seinem Geburtshaus (rechts mit Banner)

PucciniPur - Sole e amore

Es geht einem das Herz auf! Man leidet mit in verzweifelter Aussichtslosigkeit, man schwebt in seligen Höhen! Dieses Auf und Ab der gesamten Gefühlsskala durchströmt den Zuhörer, wenn er eine Puccini-Oper auf der Bühne erlebt.
Giacomo Puccini! Das ist – neben Verdi – musikgewordenes Italien! Gebürtig in Lucca, ist der Komponist Zeit seines Lebens seiner toskanischen Heimat geradezu auf existenzielle Weise verbunden geblieben. Und dies, obwohl (oder gerade deswegen) der Grandseigneur der operalen Welt ein Globetrotter war: In ganz Europa, ja sogar in Übersee, wurden seine Werke aufgeführt, wurde er verehrt und geehrt!
Eher unbekannt hingegen ist, dass Puccini ein gutes Dutzend Lieder komponierte, die, vor dem Hintergrund der Berühmtheit seines Opernuniversums, wie ein Destillat erscheinen: Feine Juwelen, die immer wieder auch musikalischen Bezug auf die großen Opern wie La bohème oder Madama Butterfly nehmen, lassen mit verblüffender Wirkung stets aufhorchen.

Mit dem PucciniPur-Projekt Sole e amore, einem der so sehr auf Italien Lust machenden Liedtitel, gestaltet TUTTO CONCERTO mit der Sopranistin Emily Newton eine musikalisch-reizvolle Soirée, die in sowohl intimer als auch dramatischer Atmosphäre die üppige Bühnenwelt der Oper auf die innige Konstellation von Stimme und Klavier fokussiert. Die pianistische Begleitung übernimmt Andrea Knefelkamp-West. Zusätzlich beleuchtet wird die Musik durch Briefe, Anekdoten, Bilder von und über Puccini und seine geliebte Toskana.

Mit der amerikanischen Sopranistin Emily Newton konnte TUTTO CONCERTO eine Künstlerin gewinnen, deren vokale Kraft mit der Emphase ihres gestalterischen Einfühlungsvermögens eine der Musik Puccinis mehr als angemessene Symbiose verleiht. Emily Newton, von der Kritik u.a. als Sängerin mit „vollendeter Stimme und beeindruckender Präsenz“ gelobt, gastierte bereits an der Metropolitan Opera in New York. Für ihr umjubeltes Europa-Debüt in der Titelrolle der deutschen Erstaufführung von Anna Nicole von Mark-Anthony Turnage an der Oper Dortmund in Anwesenheit des Komponisten wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt als Nachwuchssängerin des Jahres nominiert. In Dortmund sang sie außerdem zuletzt die Marschallin in Richard Strauss‘
Der Rosenkavalier. In der Saison 2015/2016 kann man sie dort erneut in derselben Partie sowie als Gräfin in Mozarts Hochzeit des Figaro und als Ellen Orford in Benjamin Brittens Peter Grimes hören.
Weitere Informationen zu Emily Newton finden Sie unter www.emilynewton.net

Andrea Knefelkamp-West studierte Schulmusik, Klavier und Akkordeon an der Universität bzw. Musikhochschule Dortmund. Außerdem absolvierte sie ein Musikwissenschafts- und Germanistikstudium in Bochum. Als 1. Bundespreisträgerin bei „Jugend musiziert“ trat die gebürtige Hernerin in zahlreichen Konzerten inklusive Fernseh- und Rundfunkaufnahmen auf.
Nach 15 Jahren als Dozentin für Klavier und Akkordeon an den Musikschulen in Herne, Bochum und Düsseldorf ging Knefelkamp-West 2000 ans Theater Dortmund, wo sie in verschiedenen Funktionen in der Oper und im Konzertwesen tätig war. Zuletzt assistierte sie Generalmusikdirektor Jac van Steen als Referentin und Dramaturgin.