Gibt es ein Ohr so fein, dass es die Seufzer der welkenden Rose zu hören vermöchte?


Arthur Schnitzler

KLASSIK hören und lieben! - Ein Plädoyer für offene OHREN!

Als Musikerin, Dramaturgin und Pädagogin ist es meine Berufung, das akustische Wesen von Musik, ihren Klangkosmos in die Wahrnehmung der Zuhörer (zurück) zu holen.
Denn: Die Ohren des Publikums verkümmern zunehmend bei gleichzeitiger Reizüberflutung durch Visuelles. Daher mag mein Vortrag "KLASSIK lieben und hören! Ein Plädoyer für offene OHREN!" nicht nur dazu beitragen, dem zu widerstehen, sondern von vornherein vor klassischer Musik nicht zu kapitulieren, Schwellen- und Berührungsängste abzubauen.
Ähnlich wie in der Veranstaltungsreihe des OHRENforums wird unerwartetes Interesse an einer Kunstform geweckt, der häufig und sehr klischeehaft überflüssige Irrelevanz nachgesagt wird. Nein, klassische Musik ist kein altbackenes, trockenes und verkrustetes Brot! Vielmehr regt sie an, ist voller Lebendigkeit, eröffnet ungeahnte klangliche Horizonte, stimuliert und stärkt die Seele (nicht nur in Krisenzeiten!). Und je mehr man sich dabei in die Geheimnisse der Klangerschaffung einhört, umso größer ist die beschriebene Wirkung.

AKW im Schatten MahlersAKW im Schatten von Gustav Mahler

Natürlich können Worte bei der Beschreibung von Musik dieser nur dienen. Und doch kann gerade dadurch das bewusstere Hören der kunstvoll zusammengesetzten Töne eine (neue) Wertschätzung und den Genuss der hervorragenden künstlerischen Arbeit von Komponisten und Interpreten um ein Vielfaches steigern.
Dieser Vortrag mit Klängen bildet einen "appetizer" ebenso für all diejenigen, die Oper und Konzert bereits "verfallen" sind, als auch für jene, die sich fragen, was das Faszinierende an dem Genre ist. Denn: Klassische Musik ist zeitlos, voller Geniestreiche, über Jahrhunderte entstanden für Menschen, die zuhören wollen - und können!